Nachtragsmanagement

  • Unrichtige / unscharfe Rollenverteilung der am Bau Beteiligten
  • Planungsänderungen / baubegleitende Planung / Nachträgliche Zusatzwünsche des Bauherrn
  • Unzureichende Leistungsbeschreibung / vergessene Arbeitsschritte
  • Massenverschiebungen
  • Entfall / Nichtabruf von Leistungen
  • Verzögerter Zuschlag / Auftragsvergabe
  • Verzögerungen / Störungen im Bauablauf
  • Verwirklichung (nicht) erkannter oder (nicht) erkennbarer Risiken
  • Spekulative Angebote
  • Budgetänderungen
  • Klare Randbedingungen und Vorgaben vom Bauherrn für die Projekterstellung
  • Einhaltung der Projektphasen (z.B. Ausschreibung nach Projektgenehmigung) mit realistischen Fristen für die Planung
  • Anforderungsgerechte Qualität der Ausschreibungsunterlagen mit Sicherstellung, dass für die Ausschreibung ein hinreichend klares Projekt vorhanden und der Leistungsbeschrieb vollständig und übersichtlich ist
  • Realistischer Bauzeitenplan mit Berücksichtigung von Eventualitäten, wobei der Bauablaufplan mit dem „kritischen Weg“ und maßgebenden Zwischenschritten (Meilensteine) Vertragsbestandteil sein sollte
  • Detaillierte Analyse der Ausschreibungsunterlagen durch den Unternehmer mit umfassender Angebotserstellung unter realistischen Annahmen
  • Gut strukturiertes Vertragswerk basierend auf Standardvorlagen
  • Einsatz von kompetentem Baustellenpersonal durch den Unternehmer und Wahl einer kompetenten Bauleitung durch den Bauherrn
  • Detaillierte und zeitgerechte Arbeitsvorbereitung des Unternehmers
  • Disziplin des Bauherrn hinsichtlich Änderungen
Kommt es trotz allen Maßnahmen zu Leistungsabweichungen und damit zu Nachträgen, so müssen diese durch ein professionelles Nachtragsmanagement behandelt werden. Dabei sind folgende Kernpunkte zu beachten:

  • Zeitnahes, umfassendes Nachtragsmanagement über alle Abweichungen
  • Ablauf, Umgang mit Leistungsabweichungen ist vertraglich zu regeln
  • Grundlage für die Beurteilung von Nachträgen ist immer der Grundvertrag mit allen Vertragsbestandteilen unter Einschluss aller bisher genehmigten Nachträgen
  • Ein Nachtrag beinhaltet einerseits das Nachtragsbegehren, das den materiellen Teil umfasst, und andererseits die Nachtragsforderungen mit dem finanziellen Teil und/oder den Ansprüchen auf Fristerstreckung